Grußwort zum Open Air 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde, liebe Freunde des Homburger Sinfonieorchesters,

Nachdem im letzten Jahr das Homburger Klassik Open Air sein „Revival“ gefeiert hat, freue ich mich, Ihnen auch in diesem Jahr die heiße Jahreszeit durch sommerliche Klänge versüßen zu können.

Das aktuelle politische Klima, die schleichende Abkehr von europäischen Werten in einigen Ländern und die gefühlte wachsende Skepsis bezüglich der bedeutendsten Vision und ihrer Umsetzung auf diesem Kontinent, nämlich die europäische Einigung, haben uns zu unserem Thema „Glanzlichter Europas“ geführt.

Europa ist mehr als nur der Zusammenschluss mehrerer Nationen. Europa ist Synonym für Freiheit, vor allem auch in kultureller Hinsicht. In diesem Programm findet sich nicht nur ein Resümee musikalischer Meisterwerke aus allen Gebieten der heutigen europäischen Union oder dem Kontinent „Europa“. Darüber hinaus beleuchtet es aber vor allem jene Komponisten, die durch die musikalische Wirkung ihrer Werke dem Denken in „Nationalstaaten“ eine Absage erteilten. Die Musik, die Sie heute Abend hören, lässt sich nicht durch Zäune und Grenzkontrollen beeinträchtigen... die „Moldau“, die wir in der 2. Hälfte zu Gehör bringen werden, ist vielleicht eines der markantesten Beispiele hierfür, vor allem aber auch die Musik zu „Schindlers Liste“.

Im Vordergrund stehen heitere und feurige Werke, die wir der erdrückenden Hitze der letzten Tage entgegensetzen möchten, um die wetterbedingte Trägheit zu vertreiben.

Zum feurigen Programm bedarf es feuriger Musiker. Wir konnten zum ersten Mal den griechischen Tenor Konstantinos Klironomos als Solisten gewinnen und freuen uns auf Klassiker der italienischen Opernliteratur.

Unser Bestreben, immer wieder junge, vielversprechende und hochbegabte Musiker aus der Region auf die Bühne zu bringen, hat inzwischen Tradition: Heute Abend wird der junge Trompeter Benedikt Kilburg das virtuose Trompetenkonzert von Arutjunjan für Sie darbieten.

Eine kleine und sehr erfreuliche Überraschung für die routinierten Konzertbesucher: Holger Hettinger, über viele Jahre hinweg das „Gesicht“ unserer Neujahrskonzerte, konnte in diesem Jahr unserer Einladung als Moderator wieder folgen. Er wird Sie mit gewohntem Witz und Verve durch das Programm führen.

Ich wünsche Ihnen einen erfüllenden und vielseitigen musikalischen Abend!

Ihr Jonathan Kaell

Einladung zum Sinfoniekonzert am 13. Mai 2018 in Homburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde, liebe Freunde des Homburger Sinfonieorchesters,

 zu unserem ersten Sinfoniekonzert des Jahres 2018, am Sonntag den 13. Mai 2018 um 18 Uhr im Saalbau Homburg, darf ich Sie hiermit herzlich einladen. Unnumerierte Karten sind wie üblich entweder an der Abendkasse oder im Vorverkauf beim Kulturamt der Stadt Homburg und in der Brunnenapotheke erhältlich.

Dem Autor der „Frühlingssinfonie“ zu huldigen, gebietet der späte Frühlingseinbruch in diesem Jahr. Lange hegte das Orchester den Wunsch, einmal die 4. Sinfonie von Robert Schumann aufzuführen. Diesem Wunsch komme ich ausgesprochen gerne nach. Schumanns „Vierte“ ist anspruchsvoll und eingängig zugleich, einerseits erfüllt von Schumanns romantischer Tonsprache, andererseits etwas „sperrig“ in der Orchestrierung. Sie spricht aber für sich und bedarf keiner weiteren Einleitung. Nur so viel: Diese Sinfonie, die als „4.“ bekannt wurde, ist eigentlich die 2. Sinfonie des Komponisten. Sie wurde in einer Urfassung 1841 publiziert und 1851 überarbeitet.

In der ersten Konzerthälfte erleben Sie zwei weitere Feuerwerke der Musikgeschichte: „Appalachian Spring“ hat trotz des griffigen Titels nicht viel mit den Appalachen zu tun, sondern es handelt sich hier um die Orchestersuite einer Ballettmusik, die Aaron Copland 1944 für die bekannte Tänzerin und Choreographin Martha Graham schrieb. Es war Grahams Idee, das ursprünglich mit „Ballet for Martha“ überschriebene Werk mit dem vielsagenden Titel „Appalachian Spring“ zu versehen. Es beschreibt die Hochzeit und das alltägliche Leben eines amerikanisches Pionierpaares um 1800.

Als zweites Stück vor der Pause interpretieren wir gemeinsam mit dem spanischen Pianisten Alfonso Gomez das 2. Klavierkonzert von Dimitrij Schostakowitsch. Der Komponist schrieb dieses Werk für seinen Sohn Maxim, als dieser seine Prüfung am Moskauer Konservatorium ablegte. Vermutlich war es dieser Kompositionsanlass, der dazu führte, dass dieses Werk von gewissen Kritikern und auch vom Komponisten selbst als weniger gelungen wahrgenommen wurde. Jedoch entfacht es in seiner kompakten Form jenes Feuer, das auch die großen Sinfonien von Schostakowitsch prägt und lässt die charakteristische kompositorische Sprache Schostakowitschs hervortreten, die gemeinhin als Aufschrei gegen die Unterdrückung im Sowjetregime interpretiert wird.

Ich möchte Sie zudem gerne darauf hinweisen, dass vor dem Konzert von 17.15 Uhr bis etwa 17.45 Uhr im Konzertraum des Saalbaus eine Einführungsveranstaltung stattfinden wird, die vom Förderverein "Freunde des Homburger Sinfonieorchesters" organisiert wird. Das Orchestermitglied Frau Florence Seraphine Scherer hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Werke vorzustellen, die im Konzert aufgeführt werden und im Interview mit dem Dirigenten und ggfs. Solisten deren Sicht zu erörtern. Die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung ist kostenlos und für jedermann zugänglich.

Ich wünsche Ihnen einen unterhaltsamen Konzertabend.

 Ihr Jonathan Kaell

Musikalische Weiterbildung

Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) hat ein neues Internetportal zum Thema "Musikalische Fort- und Weiterbildung" veröffentlicht. Das Angebot ist in enger Kooperation mit den Bundes- und Landesmusikakademien in Deutschland entstanden und bietet bundesweit die zentrale Rechercheplattform für all diejenigen, die ihre Kenntnisse zur Musik ausbauen und vertiefen wollen, sei es aus privatem Interesse, beruflicher Notwendigkeit oder ehrenamtlichem Engagement.

Jährlich über 2.000 offen ausgeschriebene Kurse von mehr als 300 öffentlichen und privaten Veranstaltern sind nun unter kurse.miz.orghttp://kurse.miz.org/ zielgenau nach individuellen Schwerpunkten recherchierbar. Das Spektrum reicht von Meisterkursen, Lehrgängen für Ensembleleiter*innen und musikpädagogischen Fortbildungen über Seminare für Managementqualifikationen bis hin zu Workshops für Studio- und Veranstaltungstechnik. Ein Kongress- und Tagungskalender gibt Auskunft über Austauschmöglichkeiten für Wissenschaft und Praxis