Einladung zum Sinfoniekonzert am 13. Mai 2018 in Homburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde, liebe Freunde des Homburger Sinfonieorchesters,

 zu unserem ersten Sinfoniekonzert des Jahres 2018, am Sonntag den 13. Mai 2018 um 18 Uhr im Saalbau Homburg, darf ich Sie hiermit herzlich einladen. Unnumerierte Karten sind wie üblich entweder an der Abendkasse oder im Vorverkauf beim Kulturamt der Stadt Homburg und in der Brunnenapotheke erhältlich.

Dem Autor der „Frühlingssinfonie“ zu huldigen, gebietet der späte Frühlingseinbruch in diesem Jahr. Lange hegte das Orchester den Wunsch, einmal die 4. Sinfonie von Robert Schumann aufzuführen. Diesem Wunsch komme ich ausgesprochen gerne nach. Schumanns „Vierte“ ist anspruchsvoll und eingängig zugleich, einerseits erfüllt von Schumanns romantischer Tonsprache, andererseits etwas „sperrig“ in der Orchestrierung. Sie spricht aber für sich und bedarf keiner weiteren Einleitung. Nur so viel: Diese Sinfonie, die als „4.“ bekannt wurde, ist eigentlich die 2. Sinfonie des Komponisten. Sie wurde in einer Urfassung 1841 publiziert und 1851 überarbeitet.

In der ersten Konzerthälfte erleben Sie zwei weitere Feuerwerke der Musikgeschichte: „Appalachian Spring“ hat trotz des griffigen Titels nicht viel mit den Appalachen zu tun, sondern es handelt sich hier um die Orchestersuite einer Ballettmusik, die Aaron Copland 1944 für die bekannte Tänzerin und Choreographin Martha Graham schrieb. Es war Grahams Idee, das ursprünglich mit „Ballet for Martha“ überschriebene Werk mit dem vielsagenden Titel „Appalachian Spring“ zu versehen. Es beschreibt die Hochzeit und das alltägliche Leben eines amerikanisches Pionierpaares um 1800.

Als zweites Stück vor der Pause interpretieren wir gemeinsam mit dem spanischen Pianisten Alfonso Gomez das 2. Klavierkonzert von Dimitrij Schostakowitsch. Der Komponist schrieb dieses Werk für seinen Sohn Maxim, als dieser seine Prüfung am Moskauer Konservatorium ablegte. Vermutlich war es dieser Kompositionsanlass, der dazu führte, dass dieses Werk von gewissen Kritikern und auch vom Komponisten selbst als weniger gelungen wahrgenommen wurde. Jedoch entfacht es in seiner kompakten Form jenes Feuer, das auch die großen Sinfonien von Schostakowitsch prägt und lässt die charakteristische kompositorische Sprache Schostakowitschs hervortreten, die gemeinhin als Aufschrei gegen die Unterdrückung im Sowjetregime interpretiert wird.

Ich möchte Sie zudem gerne darauf hinweisen, dass vor dem Konzert von 17.15 Uhr bis etwa 17.45 Uhr im Konzertraum des Saalbaus eine Einführungsveranstaltung stattfinden wird, die vom Förderverein "Freunde des Homburger Sinfonieorchesters" organisiert wird. Das Orchestermitglied Frau Florence Seraphine Scherer hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Werke vorzustellen, die im Konzert aufgeführt werden und im Interview mit dem Dirigenten und ggfs. Solisten deren Sicht zu erörtern. Die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung ist kostenlos und für jedermann zugänglich.

Ich wünsche Ihnen einen unterhaltsamen Konzertabend.

 Ihr Jonathan Kaell

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