
Dirigieren oder selber spielen? Markus Korselt entschied sich in dieser Frage zunächst für das Cello.
Als Cellist bei den Wiener Philharmonikern schaute er den besten Dirigenten von nahem auf die Finger. Ein Konzertfachstudium in Wien schloss er mit Auszeichnung ab, gewann 1998 den Gottfried-von-Einem-Preis und den Preis der Österreichischen Interpretengesellschaft. Als Solist spielte er die großen Cellokonzerte, hatte Engagements als Solocellist u.a. im Loh-Orchester in Thüringen – und entschied sich doch fürs Dirigieren.
2009 gibt er im Herkulessaal und Prinzregententheater sein Debüt am Pult der Münchner Symphoniker. Es folgen die renommierten deutschen Kammerorchester: Das Stuttgarter Kammerorchester, das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim und das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim. Sein „eigenes“ Orchester ist in Homburg, wo er als künstlerischer Leiter des Homburger-KammerSinfonie-Orchesters für Aufsehen sorgt.
„Glanzvoll“, „furios“, „prächtig disponiert“, „ein echter Glücksgriff für das regionale Kulturleben“ (SZ) meinten Rundfunk und Feuilleton nach den ersten Auftritten. Die Konzerte sind dabei zu einer überregionalen Attraktion geworden. Letzte Höhepunkte waren Rachmaninows 3. Klavierkonzert mit Bernd Glemser als Solisten, Beethovens Violinkonzert mit Tanja Becker-Bender, Bruckners „Nullte Sinfonie“ und die Open Airs zur Festa Italiana mit dem neugegründeten Verdi-Chor vor jeweils 2000 Zuhörern.
Mit Uraufführungen und der Ausschreibung des „Kompositionswettbewerbes der Stadt Homburg“ setzt Korselt sich besonders für die zeitgenössische Musik ein. 2011 übernahm er zusätzlich die Leitung der renommiertesten saarländischen Konzertreihe, der Homburger Kammerkonzerte.
Musikalisch geprägt wurde Markus Korselt – außer durch die Wiener Tradition – durch seine Beschäftigung mit der historischen Aufführungspraxis. Barockcello bei dem Barockcellisten und Gambisten Siegfried Pank in Leipzig, das Quellenstudium u.a. bei Ingomar Rainer in Wien und schließlich die Zusammenarbeit mit Barock-Ensembles wie dem Sächsischen Kammerorchester waren Stationen.
Zurzeit lebt Markus Korselt in Saarbrücken. Neben einem privaten Dirigierstudium bei Prof. Klaus Eisenmann bekam er wichtige Impulse durch die Begegnungen mit Sergiu Celibidache und Jorma Panula. Die Tätigkeit als Cellist in zahlreichen österreichischen und deutschen Orchestern mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und den Beethoven-Festspielen-Bonn hat sich als fundierte musikalische Ausbildung in Orchesterpsychologie, Opern- und sinfonischem Repertoire erwiesen.
E-Mail: info@markuskorselt.eu
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