
Am Pult der Münchner Symphoniker gibt Markus Korselt dieses Jahr als Dirigent sein Debüt in München im Herkulessaal und im Prinzregententheater.
Eine vielseitige musikalische Entwicklung bereitete den Weg dorthin vor. 1975 in Herdecke geboren, machte Korselt bereits im Alter von 17 Jahren erste Dirigiererfahrung mit der Leitung des Waldorf-Symphonie-Orchesters München/Daglfing. Nach dirigentischen Anregungen durch Mark Mast in München folgte ein privates Dirigierstudium bei Prof. Klaus Eisenmann in Mannheim. Wichtige Impulse gaben Kurse bei Sergiu Celibidache und Jorma Panula sowie die Tätigkeit bei den Wiener Philharmonikern, wo er als Cellist unmittelbar von den besten Dirigenten lernte.
Zunächst absolvierte er mit Auszeichnung ein Cello-Konzertfachstudium in Wien, um neben dem Dirigieren zusätzliche musikalische Erfahrungen zu sammeln. 1998 gewann er den Preis der Österreichischen Interpretengesellschaft und den Gottfried-von-Einem-Preis. Es folgten Auftritte mit verschiedenen Ensembles auf den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und den Beethoven-Festspielen-Bonn. Als künstlerischer Leiter des Ars Mundi Ensembles wurde er als Vertreter für das Land Österreich zum Kyoto International Music Students Festival nach Japan eingeladen.
Als Solist spielte er die großen Cellokonzerte in renommierten Sälen, wie dem Herkulessaal in München und dem Festsaal in Ingolstadt. Orchesterengagements als Solocellist im traditionsreichen Loh-Orchester in Thüringen, als stellvertretender Solocellist im Mozarteum Orchester Salzburg sowie im Stuttgarter Kammerorchester kamen hinzu. Um das Studium der Historischen Aufführungspraxis zu vertiefen, zog er 2005 in die Bach-Stadt Leipzig.
Derzeit lebt Markus Korselt in Mannheim und ist nach seinem Engagement am Nationaltheater künstlerischer Leiter des Homburger Kammer-Sinfonieorchesters. Die stets ausverkauften Konzerte sind unter seiner Leitung schnell zu einer überregionalen Attraktion geworden. Das Repertoire umfasst neben den großen Sinfonien und Opernauszügen regelmäßig „Entdeckungen“ – von der Historischen Aufführungspraxis bis zu Uraufführungen.
„Glanzvoll“, „Furios“, „prächtig disponiert“ schrieben Saarbrücker Zeitung und Pfälzischer Merkur nach den diesjährigen Neujahrskonzerten. Der Saarländische Rundfunk brachte Fernseh- und Rundfunkportraits über das Orchester.
E-Mail: info(auf)markuskorselt(Punkt)eu